Online-Marketing-Agentur oder Social-Media-Agentur: was sie leisten, welche Zugänge Ihnen gehören und welche Werberegeln gelten

Digital-Marketing-Firma, Social-Media-Agentur, Social-Media-PR: die Unterschiede, was ein gutes Angebot enthält, die Google-Ads-Zugriffsebenen und was UWG und TDDDG für Influencer, E-Mails und Tracking verlangen.

Published by AI Knows Us · Updated 22 October 2026

Eine Online-Marketing-Agentur, auch Digital-Marketing-Agentur oder Internet-Marketing-Firma genannt, übernimmt die Arbeit, die Kunden online zu Ihnen bringt: Anzeigen bei Google, Microsoft Advertising und in sozialen Netzwerken, Suchmaschinenoptimierung, E-Mail-Marketing, Inhalte und die Messung der Ergebnisse. Eine Social-Media-Agentur macht einen Teil davon, dafür gründlicher: Ihre Kanäle auf Instagram, Facebook, LinkedIn oder TikTok, Beiträge, Community-Management, Werbeanzeigen auf diesen Plattformen und oft Kooperationen mit Creatorn. Welche Sie brauchen, hängt davon ab, woher Ihre Kunden heute schon kommen. In jedem Fall gehören drei Dinge vor die Unterschrift: ein schriftliches Briefing, ein Angebot mit einzelnen Positionen und Werbe- und Social-Media-Konten, die auf Ihr eigenes Unternehmen laufen.

Welche Agentur was macht

Die Bezeichnungen überschneiden sich und keine davon ist geschützt. Entscheidend ist die Leistung im Angebot, nicht das Etikett.

BezeichnungÜbliche LeistungPasst, wenn
Online-Marketing-Agentur, Digital-Marketing-Agentur, Internet-Marketing-FirmaMehrere Kanäle: Anzeigen, SEO, E-Mail, Inhalte, WebanalyseSie einen Ansprechpartner für Ihren gesamten Online-Auftritt suchen
Social-Media-AgenturRedaktionsplan, Foto und Video, Veröffentlichung, Community-Management, Social Ads, InfluencerIhre Kunden Sie beim Scrollen entdecken oder Ihr Produkt sich gut zeigen lässt
Social-Media-PR-AgenturPressearbeit und soziale Kanäle aus einer Hand, Krisenkommunikation, ReputationBekanntheit und öffentliches Bild wichtiger sind als Anfragen über das Kontaktformular
Performance- oder SEA-AgenturNur bezahlte Kampagnen, gesteuert nach Kosten pro Anfrage oder UmsatzSie eine funktionierende Website haben und Reichweite einkaufen wollen

Geht es Ihnen nur um Google-Anzeigen, ist unsere Seite über die Google-Ads-Agentur genauer. Geht es nur um die organische Suche, lesen Sie zuerst unsere Seite zur SEO-Beratung.

Beim Kanal anfangen, der schon Kunden bringt

Ihre eigenen Zahlen kosten nichts und sagen mehr als ein Verkaufsgespräch. Die Google Search Console zeigt, bei welchen Suchanfragen Ihre Website erscheint. Google Analytics zeigt, woher Besucher kommen: Suche, soziale Netzwerke, E-Mail oder direkt. Die Statistiken in der Meta Business Suite und bei LinkedIn zeigen, wen Ihre Beiträge tatsächlich erreichen.

Bringt die Suche den größten Teil, liegt der Schwerpunkt bei Google. Laut StatCounter liefen im September 2026 in Deutschland 87,84 % der Suchanfragen über Google und 6,49 % über Bing. Microsoft Advertising, also Anzeigen bei Bing, ist damit eine Ergänzung. Eine Agentur, die es anbietet, sollte zeigen können, was der kleinere Kanal in Ihrer Branche bringt. Kommen über soziale Netzwerke schon Besuche oder Nachrichten, kann eine Social-Media-Agentur einen funktionierenden Kanal ausbauen. Bewegt sich in keinem Kanal etwas, ist eine breite Online-Marketing-Agentur, die mit begrenztem Budget mehrere Kanäle testet, sinnvoller als ein Spezialist.

Was ein gutes Angebot enthält

Lassen Sie jede Agentur auf dasselbe Briefing antworten, damit Sie vergleichen können. Ein brauchbares Angebot nennt:

  • Die Kanäle und pro Kanal den Umfang: Beiträge im Monat, Anzahl der Kampagnen, Versandrhythmus der E-Mails.
  • Die Produktion: wer Fotos und Videos macht, vor Ort oder aus Ihrem Material, und wie viele Korrekturschleifen enthalten sind.
  • Das Mediabudget getrennt vom Honorar. Was an Google, Microsoft, Meta oder LinkedIn geht, steht separat und wird am besten direkt von Ihnen an die Plattform bezahlt.
  • Das Reporting: welche Kennzahlen, wie oft und wie sie mit Anfragen oder Umsatz zusammenhängen, nicht nur Reichweite und Likes.
  • Laufzeit und Kündigung: Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und was Sie beim Wechsel mitnehmen, etwa Quelldateien und Kampagneneinstellungen.

Agenturen rechnen meist mit einer monatlichen Pauschale, nach Stunden oder Tagessatz, pro Projekt oder mit einem Prozentsatz vom Mediabudget. Vergleichen Sie, was jede Summe enthält, nicht nur ihre Höhe: Eine niedrige Pauschale ohne Produktion und Community-Management wird in der Praxis oft teurer.

Die Konten gehören Ihnen

Ihr Google-Ads-Konto, Ihr Microsoft-Advertising-Konto, Ihr Meta-Werbekonto und Ihre Seiten in sozialen Netzwerken gehören Ihrem Unternehmen. Die Agentur bekommt Zugriff; sie legt die Konten nicht auf eigenen Namen an. Sonst verlieren Sie beim Agenturwechsel Verlauf, Zielgruppen und Conversion-Daten.

Google Ads beschreibt dafür in seiner deutschen Hilfe fünf Zugriffsebenen: Nur E-Mail, Abrechnung, Schreibgeschützt, Standard und Administrator. Eine Agentur, die Kampagnen betreut, braucht Standard. Die Ebene Administrator, mit der Nutzer verwaltet werden, behalten Sie selbst. Bei Meta gilt dasselbe Prinzip: Ihr eigenes Business-Portfolio besitzt Seite und Werbekonto, die Agentur wird als Partner hinzugefügt.

Influencer und Werbekennzeichnung nach dem UWG

Viele Social-Media-Agenturen vermitteln auch Kooperationen mit Creatorn. Maßgeblich ist § 5a Absatz 4 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb, den wir auf gesetze-im-internet.de gelesen haben. Unlauter handelt danach, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, sofern er sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt. Das Gesetz stellt zugleich klar: Bei einer Handlung zugunsten eines fremden Unternehmens liegt kein kommerzieller Zweck vor, wenn der Handelnde dafür kein Entgelt und keine ähnliche Gegenleistung erhält.

Für Sie heißt das: Bezahlt Ihr Unternehmen einen Creator mit Geld oder Produkten, muss der Beitrag als Werbung erkennbar sein. Fragen Sie die Agentur, wer die Verträge mit Creatorn schreibt, wer prüft, dass jeder Beitrag gekennzeichnet ist, und wer die Nachweise aufbewahrt. Für Werbetreibende in Österreich und der Schweiz gelten eigene Gesetze; stellen Sie dieselbe Frage mit Ihrem Land.

E-Mail-Werbung und Tracking, Einwilligung vorher

Zwei Vorschriften betreffen fast jede Online-Marketing-Agentur:

  • § 7 Absatz 2 Nummer 2 UWG. Werbung per elektronischer Post ist eine unzumutbare Belästigung, wenn keine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten vorliegt. Absatz 3 lässt eine enge Ausnahme für Bestandskunden zu: Die Adresse stammt aus einem Verkauf, wird nur für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen genutzt, der Kunde hat nicht widersprochen und wurde auf sein Widerspruchsrecht hingewiesen. Eine gekaufte Adressliste erfüllt nichts davon.
  • § 25 TDDDG. Informationen auf dem Endgerät eines Nutzers zu speichern oder auszulesen, etwa durch Cookies oder Tracking-Pixel für Werbezwecke, ist nur mit Einwilligung auf Grundlage klarer und umfassender Informationen zulässig. Ausnahmen gelten nur für technisch unbedingt erforderliche Vorgänge.

Fragen Sie, wie die Agentur Einwilligungen für Newsletter dokumentiert und ob Werbe-Pixel erst nach Zustimmung im Cookie-Banner feuern. Unsere englischsprachige Seite über SEO in Berlin und Deutschland behandelt zusätzlich die Impressumspflicht.

Eine Agentur prüfen, ohne Rankings zu glauben

Eine amtliche Rangliste der Online-Marketing-Agenturen gibt es nicht. Eine Bestenliste im Netz ist so gut wie ihre Methode: Prüfen Sie, wer sie geschrieben hat, nach welchen Kriterien und ob Agenturen für ihren Platz bezahlt haben. Vergleichen Sie lieber drei Agenturen nach denselben Punkten:

  • Referenzen aus Ihrer Branche mit einer Ansprechperson, die Sie anrufen können;
  • Ergebnisse, die die Agentur im Werbekonto oder in der Statistik selbst zeigt, nicht nur in einer Präsentation;
  • die Namen der Personen, die wirklich an Ihrem Konto arbeiten;
  • eine klare Antwort auf die Frage, was bei einer Kündigung passiert.

Was KI-Assistenten auf die Frage nach einer Agentur antworten

Immer mehr Unternehmer fragen ChatGPT oder Gemini: "Welche Social-Media-Agentur in Hamburg für ein Hotel?" oder "Welche Online-Marketing-Agentur für einen Maschinenbauer?". Die Antwort nennt Namen, und die stammen aus Seiten, Bewertungen und Vergleichen, die das Modell gelesen hat. Nutzen Sie so eine Antwort als Startpunkt für Ihre eigene Prüfung, nicht als Rangliste. Wie Agenturen selbst in diese Antworten kommen, beschreibt unsere Seite zur KI-SEO-Agentur.

Zu messen, welche Firmen diese Assistenten nennen, Frage für Frage, ist eine eigene Leistung und keine Agenturarbeit. AI Knows Us gehört zu dieser Kategorie: Wir prüfen, was ChatGPT, Gemini, Perplexity, Claude und die AI Overviews von Google auf die Fragen Ihrer Käufer antworten, und schreiben danach die fehlenden Seiten. Die erste Prüfung ist kostenlos. Unsere Website ist auf Englisch.

Fragen zur Online-Marketing-Agentur

Was unterscheidet eine Online-Marketing-Agentur von einer Werbeagentur?

Eine klassische Werbeagentur entwickelt vor allem Kampagnenideen und Gestaltung, oft auch für Print, Radio und Plakat. Eine Online-Marketing-Agentur kauft und betreut die Online-Kanäle und steuert nach messbaren Ergebnissen. Viele machen beides; lesen Sie das Angebot.

Brauche ich eine Social-Media-Agentur, wenn ich schon eine SEO-Agentur habe?

Nur wenn soziale Netzwerke für Ihren Verkauf wirklich zählen. Schauen Sie zuerst in Google Analytics, welcher Anteil Ihrer Besuche von dort kommt.

Was macht eine Social-Media-PR-Agentur anders?

Sie verbindet Pressearbeit mit den sozialen Kanälen. Klären Sie vorab, wer bei einer öffentlichen Beschwerde oder einer Journalistenanfrage antwortet und wer die Antwort freigibt.

Woran erkennt man, ob die Agentur gute Arbeit leistet?

Legen Sie vor Vertragsbeginn fest, welche Zahlen Sie wo verfolgen: Anfragen, Umsatz, Kosten pro Kontakt im Werbekonto. Das Ergebnis hängt auch von Ihrem Angebot, dem Wettbewerb und dem Budget ab, also urteilen Sie anhand datierter, vergleichbarer Zahlen.

Darf die Agentur die Werbekonten auf ihren Namen anlegen?

Besser nicht. Läuft das Konto auf die Agentur, verlieren Sie beim Wechsel Verlauf und Zielgruppen.

Read next

Simon-Kucher pricing strategy, what the firm publishes about its own method and what a Singapore buyer should ask before briefing itThe firm publishes its approach, its scale and four named service lines, and publishes no fee, so the useful work before any call is reading what it claims and deciding which decision you are buying.International pricing strategies for a Singapore company, and the corridor that stops one market undercutting anotherA converted home price is the one answer that is almost always wrong, so set a price per market and keep the gaps narrower than the cost of moving a unit between them.Premium pricing strategy for a Singapore business, and the fence that makes the higher number holdCharging permanently more than the credible alternatives works when the buyer can name what the extra money buys, and the published Singapore writing ladder shows exactly how that is built.Red Antler publishes no price, so here is what its own site does publish and how to cost the same scope from SingaporeRead on 29 October 2026, three pages of redantler.com carry a complete deliverable list, three business stages and not one figure about what any of it costs.Hiring a full service content agency, the five stages a retainer has to cover and the two handoffs where the money leaksMost content retainers buy production and quietly leave strategy and distribution with you, so price the stages rather than the word count.Hiring a branding agency for a Singapore financial services firm, and the three registers to search before you fall in love with a nameIdentity work for a licensed firm starts with a clearance search rather than a mood board, and two of the three registers are free to read in a browser today.

Or browse the whole archive.

See what AI says about you.

The first scan is free, it needs no account, and it asks the questions your buyers ask.

Free. No card. We ask 5 real buyer questions on 2 AI apps.

Already sure you want this? Start free. No card needed, and the free plan stays free. Pay only when you want the work done. Or talk to a person if you have a question first. Or read how we fix what it finds.