Google-Ads-Agentur: was eine Agentur für Google Ads übernimmt, welche Zugriffe Sie behalten und wie Sie das Angebot lesen
Die fünf Zugriffsebenen laut Google Ads-Hilfe, was das Partner-Logo voraussetzt, die neue Sprachregel für Suchkampagnen, Honorarmodelle ohne erfundene Preise und § 7 UWG.
Published by AI Knows Us · Updated 22 October 2026
Eine Agentur für Google Ads plant, baut und betreut Ihre bezahlten Anzeigen in der Google Suche, auf YouTube und im Displaynetzwerk: Keywords und Zielgruppen, Anzeigentexte, Gebote, Budgets und die Messung von Anfragen oder Verkäufen. Bevor Sie eine Agentur beauftragen, klären Sie drei Dinge: Das Google Ads-Konto läuft auf Ihr Unternehmen und Ihre Zahlungsdaten, die Agentur bekommt nur die Zugriffsebene, die sie für ihre Arbeit braucht, und das Angebot trennt das Werbebudget, das an Google geht, sauber vom Honorar der Agentur. Und wichtig für die Erwartungen: Google schreibt, dass eine Anzeigenschaltung bei Google sich nicht auf den Rang Ihrer Website in den organischen Suchergebnissen auswirkt. Anzeigen und SEO sind zwei getrennte Aufgaben.
Alle Angaben von Google auf dieser Seite stammen aus der deutschsprachigen Google Ads-Hilfe und aus Google Search Central, gelesen am 22. Oktober 2026. Gesetzestexte stammen von gesetze-im-internet.de.
Was eine Google-Ads-Agentur konkret übernimmt
- Kontostruktur. Kampagnen nach Angebot, Region oder Marge getrennt, damit das Budget dorthin fließt, wo Anfragen entstehen.
- Keywords und Ausschlüsse. Welche Suchanfragen Ihre Anzeigen auslösen dürfen und welche nicht, zum Beispiel "kostenlos" oder "Jobs", wenn Sie weder das eine noch das andere anbieten.
- Anzeigen und Assets. Texte, Sitelinks, Anruf- und Standort-Assets, bei Performance Max auch Bilder und Videos.
- Conversion-Tracking. Die Messung, ob ein Klick zu einem Anruf, einem Formular oder einem Kauf geführt hat. Ohne diese Messung optimiert jede Agentur ins Blaue.
- Gebote und Budget. Die Wahl der Gebotsstrategie und die laufende Kontrolle der Kosten pro Anfrage.
- Berichte. Ein fester Rhythmus, in dem die Agentur zeigt, was ausgegeben wurde und was dabei herausgekommen ist.
Fragen Sie, wer im Alltag an Ihrem Konto arbeitet. Die Person im Verkaufsgespräch ist nicht immer die Person, die später die Kampagnen betreut. Display- und Videowerbung bei vielen Vermarktern zugleich kauft meist eine eigene Agentur über eine DSP ein, wie unser Beitrag zur Programmatic-Advertising-Agentur erklärt.
Das Konto bleibt Ihres: die Zugriffsebenen in Google Ads
Google Ads kennt fünf Zugriffsebenen für ein Konto: Nur E-Mail, Abrechnung, Schreibgeschützt, Standard und Administrator. Laut der Google Ads-Hilfe gilt:
| Zugriffsebene | Was sie erlaubt | Für wen sinnvoll |
|---|---|---|
| Nur E-Mail | E-Mail-Benachrichtigungen und Berichte erhalten | Geschäftsführung, die nur mitlesen will |
| Abrechnung | Zahlungsinformationen aufrufen und bearbeiten, Abrechnungsberichte | Buchhaltung |
| Schreibgeschützt | Kampagnen aufrufen und Planungstools verwenden, ohne zu bearbeiten | Eine Agentur, die das Konto vor dem Angebot prüft |
| Standard | Zusätzlich Kampagnen bearbeiten | Die beauftragte Agentur im Alltag |
| Administrator | Zusätzlich Kontozugriff gewähren und Zugriffsebenen ändern | Nur Personen in Ihrem Unternehmen |
Google weist auf ein Risiko hin, das viele erst beim Agenturwechsel bemerken: Wenn ein Konto nur eine Person als Admin hat und diese nicht mehr verfügbar ist, verlieren Sie möglicherweise den Zugriff auf Ihre Tags. Google empfiehlt, mindestens eine weitere Person als Admin hinzuzufügen. Diese Person sollte zu Ihrem Unternehmen gehören.
Viele Agenturen verknüpfen Ihr Konto mit ihrem Verwaltungskonto. Laut Google können Nutzer mit Adminzugriff auf das Verwaltungskonto dann Ihre Kampagnen verwalten, und bei einem Verwaltungskonto mit Inhaberzugriff zusätzlich Nutzerzugriffe, Verwaltungskonten und Produktverknüpfungen in Ihrem Konto bearbeiten. Fragen Sie daher ausdrücklich, ob die Agentur Inhaberzugriff verlangt und warum.
Das Google-Partner-Logo: was es belegt und was nicht
Viele Agenturen werben mit dem Logo "Google Partner". Die Google Ads-Hilfe nennt drei Anforderungskategorien, die täglich überprüft werden:
- Leistung: Das registrierte Verwaltungskonto muss einen Optimierungsfaktor von mindestens 70 % haben.
- Ausgaben: Für die verwalteten Konten müssen in einem Zeitraum von 90 Tagen Werbeausgaben von mindestens 10.000 $ anfallen.
- Zertifizierung: Mindestens 50 % der zugewiesenen Account Strategists müssen für Google Ads zertifiziert sein.
Das Logo zeigt also, dass die Agentur ein gewisses Volumen betreut und ihre Leute Prüfungen bestanden haben. Es sagt nichts darüber, ob sie Ihre Branche kennt oder ob Ihr Konto bei ihr die nötige Aufmerksamkeit bekommt. Google schreibt außerdem, dass Sie selbst entscheiden können, ob Sie Empfehlungen umsetzen oder ablehnen. Der Optimierungsfaktor ist ein Wert in Google Ads, kein Geschäftsergebnis wie Anfragen oder Umsatz.
Eine Änderung, die jede Agentur kennen sollte: Sprache in Suchkampagnen
Die Google Ads-Hilfe zum Sprach-Targeting enthält einen Hinweis: Ab September 2026 wird bei Suchkampagnen die Einstellung für das Targeting auf Sprachen auf Kampagnenebene entfernt. Bei der Auswahl der Suchanzeigen wird automatisch die Sprache Ihrer Anzeigen berücksichtigt. Für den Suchnetzwerk-Teil von Performance Max gilt die Spracheinstellung ebenfalls nicht mehr, für YouTube, Display, Discover und Gmail weiterhin.
Für ein Unternehmen in der Schweiz mit deutsch- und französischsprachigen Kunden heißt das: Getrennte Anzeigen in jeder Sprache sind der Hebel, nicht mehr ein Häkchen in den Kampagneneinstellungen. Fragen Sie im Erstgespräch, wie die Agentur das umsetzt. Eine Antwort, die noch die alte Einstellung beschreibt, sagt Ihnen etwas über ihren Wissensstand.
Honorar und Werbebudget: so lesen Sie das Angebot
Für das Agenturhonorar gibt es keine amtliche oder von Google veröffentlichte Preisliste, deshalb nennen wir keine Beträge. Üblich sind diese Modelle:
- Prozent vom Werbebudget. Einfach, aber die Agentur verdient mehr, wenn Sie mehr ausgeben. Vereinbaren Sie eine Untergrenze und eine Obergrenze.
- Feste Monatspauschale. Planbar. Lassen Sie sich auflisten, welche Arbeiten darin enthalten sind.
- Einrichtungsgebühr plus laufende Betreuung. Prüfen Sie, was die Einrichtung umfasst, vor allem das Conversion-Tracking.
- Stundensatz. Bei kleinen Konten oder einer einmaligen Prüfung. Fragen Sie nach einer Schätzung pro Aufgabe.
Das Werbebudget sollte direkt von Ihrem Zahlungsmittel an Google gehen. Wenn die Agentur die Klicks über ihr eigenes Konto einkauft und weiterberechnet, sehen Sie die echten Kosten nur, wenn sie Ihnen Lesezugriff gibt. Vergleichen Sie Angebote außerdem auf Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und die Frage, wem Anzeigentexte, Zielgruppen und Bilder nach dem Ende gehören.
Wenn Sie zusätzlich organische Sichtbarkeit wollen, ist das eine eigene Leistung. Was eine SEO-Beratung umfasst und wie dort Kosten entstehen, beschreiben wir in einem eigenen Beitrag zur SEO-Beratung und zu SEO-Kosten. Sollen auch soziale Netzwerke, E-Mail oder weitere Kanäle betreut werden, hilft unsere Seite zur Wahl zwischen Online-Marketing-Agentur und Social-Media-Agentur.
Kaltakquise per E-Mail und Datenschutz im Vertrag
Manche Agenturen gewinnen Kunden über ungefragte E-Mails. Nach § 7 Absatz 2 Nummer 2 UWG ist Werbung unter Verwendung elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten eine unzumutbare Belästigung. § 7 Absatz 3 macht eine Ausnahme nur für Unternehmer, die die Adresse im Zusammenhang mit einem Verkauf vom Kunden erhalten haben und für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen werben, solange der Kunde nicht widersprochen hat und bei der Erhebung der Adresse und bei jeder Verwendung auf sein Widerspruchsrecht hingewiesen wird. Eine Agentur, die Sie ohne Einwilligung anschreibt, zeigt Ihnen, wie sie mit Regeln umgeht.
Im Konto liegen oft personenbezogene Daten: Kundenlisten für den Kundenabgleich, Formulardaten, Anrufdaten. Verarbeitet die Agentur diese in Ihrem Auftrag, verlangt Artikel 28 Absatz 3 DSGVO einen Vertrag, der unter anderem Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung festlegt, und Absatz 9 verlangt, dass er schriftlich abgefasst ist, was auch elektronisch geschehen kann.
Woran Sie die Arbeit messen
Vereinbaren Sie Messgrößen, die Sie selbst im Konto sehen können: Kosten pro Conversion, Anzahl der Anfragen, Anteil der Suchanfragen, die wirklich zu Ihrem Angebot passen, und bei Onlineshops den Umsatz im Verhältnis zu den Werbekosten. Lassen Sie sich im ersten Bericht zeigen, dass das Conversion-Tracking jede Anfrage einmal und nur einmal zählt. Was am Ende herauskommt, hängt vom Wettbewerb in Ihrer Branche, von Ihrem Angebot und von Ihrem Budget ab. Eine Agentur kann gute Arbeit leisten, ein bestimmtes Ergebnis zu einem Datum kann sie nicht zusagen.
Wenn Kunden einen KI-Assistenten statt der Anzeige fragen
Ein Teil der Kaufentscheidungen beginnt inzwischen nicht mehr mit einer Suche, sondern mit einer Frage an ChatGPT oder Gemini, etwa "Welcher Elektriker in Leipzig macht Wallboxen?". Die Antwort nennt wenige Firmen, und welche das sind, steuert kein Google Ads-Konto.
Zu prüfen, welche Unternehmen die Assistenten nennen und warum, ist eine eigene Kategorie, getrennt von Google Ads und von SEO. AI Knows Us gehört zu dieser Kategorie: Der Dienst prüft, ob ChatGPT, Gemini, Perplexity, Claude und Googles KI-Übersichten Ihr Unternehmen nennen, findet die Ursache, wenn nicht, und schreibt die fehlenden Seiten. Der erste Scan ist kostenlos und braucht kein Konto. Unsere Website ist auf Englisch.
Fragen zur Wahl einer Google-Ads-Agentur
Welche Zugriffsebene gebe ich der Agentur?
Zur Prüfung vor dem Angebot "Schreibgeschützt", für die laufende Betreuung "Standard". Administratorzugriff behalten Personen aus Ihrem Unternehmen, laut Google am besten mindestens zwei.
Verbessern Google-Anzeigen mein Ranking in der normalen Suche?
Nein. Google schreibt, dass eine Anzeigenschaltung sich nicht auf den Rang Ihrer Website in den Suchergebnissen auswirkt und dass Google niemals Geld für das Ranking nimmt.
Muss meine Agentur Google Partner sein?
Nicht zwingend. Das Logo setzt einen Optimierungsfaktor von mindestens 70 %, Werbeausgaben von mindestens 10.000 $ in 90 Tagen und 50 % zertifizierte Account Strategists voraus. Es belegt Erfahrung mit Volumen, nicht die Kenntnis Ihrer Branche.
Wem gehört das Konto, wenn ich die Agentur wechsle?
Wenn das Konto auf Ihr Unternehmen und Ihr Zahlungsmittel läuft, gehört es Ihnen, und Sie entfernen die Agentur einfach als Nutzer. Klären Sie das vor der Unterschrift, nicht beim Wechsel.
Was ändert sich ab September 2026 bei der Sprache?
Bei Suchkampagnen entfällt die Spracheinstellung auf Kampagnenebene. Google berücksichtigt die Sprache Ihrer Anzeigen, daher brauchen Sie Anzeigen in jeder Sprache, in der Sie gefunden werden wollen.