Onpage-SEO-Analyse: die Prüfliste Seite für Seite, nach Googles eigener Dokumentation
Title, Meta-Beschreibung, Überschriften, Inhalt, interne Links, Alt-Texte, doppelte Inhalte und strukturierte Daten: was Google zu jedem Punkt schreibt und wie das Ergebnis einer Analyse aussehen sollte.
Published by AI Knows Us · Updated 22 October 2026
Eine Onpage-SEO-Analyse prüft jede wichtige Seite Ihrer Website auf das, was Sie selbst in der Hand haben: Title und Meta-Beschreibung, Überschriften, den Inhalt selbst, interne Links und ihre Ankertexte, Bilder mit Alt-Text, die URL und doppelte Inhalte. Sie unterscheidet sich vom technischen Audit, der Crawling, Indexierung und Ladezeit untersucht, und von der Offpage-Arbeit an Erwähnungen und Links anderer Websites. Der Maßstab für jeden Prüfpunkt ist Googles eigene Dokumentation, nicht der Punktwert eines Tools. Diese Prüfliste folgt den deutschen Seiten von Google Search Central, gelesen am 22. Oktober 2026.
Vorbereitung: welche Seiten Sie zuerst prüfen
Eine Onpage-Analyse aller Seiten ist bei großen Websites weder machbar noch nötig. Beginnen Sie mit den Seiten, die Umsatz bringen: Startseite, Leistungs- oder Kategorieseiten, die meistbesuchten Ratgeberseiten. In der Search Console sehen Sie im Leistungsbericht, welche Seiten Impressionen und Klicks erhalten und für welche Suchanfragen. Seiten mit vielen Impressionen und wenigen Klicks sind oft die dankbarsten Kandidaten, denn sie werden gefunden, aber nicht gewählt.
Notieren Sie für jede Seite die eine Suchanfrage, für die sie die beste Antwort Ihrer Website sein soll. Zwei Seiten mit derselben Hauptanfrage sind bereits ein Befund.
1. Title: der Titellink im Suchergebnis
Googles Dokumentation zu Titellinks (zuletzt aktualisiert am 18. Dezember 2025) verlangt für jede Seite einen eigenen, beschreibenden und prägnanten Text im <title>-Element. Prüfen Sie:
- Hat jede Seite einen eigenen Title, oder tragen viele Seiten denselben?
- Beschreibt er den Inhalt der Seite, statt nur Keywords aneinanderzureihen?
- Vermeidet er wiederholte Textbausteine? Google nennt als Beispiel eine Fernsehwebsite, deren Seiten alle denselben Title ohne Staffelnummer tragen, sodass nicht klar ist, welche Seite zu welcher Staffel gehört.
- Ist der Markenname knapp gehalten?
Google kann den angezeigten Titellink anpassen, wenn der Title diese Punkte nicht erfüllt. Ein abweichender Titellink im Suchergebnis ist deshalb ein Hinweis, den Title zu überarbeiten.
2. Meta-Beschreibung und Snippet
Laut Googles Seite zu Meta-Beschreibungen (zuletzt aktualisiert am 23. April 2026) werden Snippets "hauptsächlich aus dem Seiteninhalt erstellt". Google verwendet die Meta-Beschreibung manchmal, wenn sie die Seite genauer beschreibt als der Text auf der Seite, und kann für dieselbe Seite je nach Suchanfrage verschiedene Snippets zeigen. Prüfen Sie daher zwei Dinge: Gibt es eine eindeutige, zutreffende Beschreibung pro Seite, und beantwortet der erste Absatz der Seite selbst die Hauptfrage? Der zweite Punkt wiegt schwerer, weil das Snippet meist aus dem Inhalt kommt.
3. Überschriften und Inhalt
Der Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung (zuletzt aktualisiert am 18. Dezember 2025) beschreibt guten Inhalt als leicht lesbar und gut gegliedert, fehlerfrei, in Absätze und Abschnitte mit Überschriften unterteilt und einzigartig. Für die Analyse heißt das:
- Gibt es eine klar sichtbare Hauptüberschrift, die zum Title passt?
- Gliedern Zwischenüberschriften den Text so, dass ein Leser die gesuchte Stelle findet?
- Beantwortet die Seite die Fragen, die Kunden wirklich stellen: Preis oder Preisgestaltung, Ablauf, Einzugsgebiet, was enthalten ist?
- Ist der Text eigenständig, oder wurde er von Herstellern, Mitbewerbern oder anderen eigenen Seiten übernommen?
Zwei Mythen können Sie aus der Prüfliste streichen. Google verwendet das Meta-Tag keywords nicht, und die Länge eines Textes allein spielt für das Ranking keine Rolle. Das häufige Wiederholen derselben Wörter dagegen verstößt gegen Googles Spamrichtlinien.
4. Interne Links und Ankertexte
Google findet neue Seiten vor allem über Links von Seiten, die es bereits kennt, und der Linktext sagt Nutzern und Google, worum es auf der Zielseite geht. Prüfen Sie für jede wichtige Seite, ob sie von anderen relevanten Seiten aus verlinkt ist, und ob der Ankertext beschreibt, was folgt. "Hier klicken" und "mehr" sagen nichts. "Preise für die Badsanierung" sagt alles. Seiten, auf die keine interne Seite verlinkt, sind ein Befund, den die Analyse immer meldet.
5. Bilder und Alt-Text
Googles Dokumentation zu Bildern nennt den Alt-Text das wichtigste Attribut, wenn es um zusätzliche Metadaten für ein Bild geht. Google verwendet ihn zusammen mit Computer Vision und dem Seiteninhalt, um das Thema eines Bildes zu verstehen, und er dient als Ankertext, wenn ein Bild verlinkt ist. Zugleich verbessert er die Barrierefreiheit für Menschen, die Bilder nicht sehen. Prüfen Sie, ob wichtige Bilder einen Alt-Text haben, der beschreibt, was zu sehen ist, und ob er nicht mit Keywords überladen ist; davor warnt Google ausdrücklich.
6. URL und doppelte Inhalte
Lesbare URLs helfen Nutzern. Wichtiger für die Analyse ist doppelter Inhalt: dieselben Inhalte unter mehreren Adressen, etwa durch Filter, Parameter oder Druckversionen. Google wählt dann eine kanonische URL. Das ist laut Startleitfaden kein Verstoß gegen die Spamrichtlinien, kann aber Crawling verschwenden und die Nutzererfahrung verschlechtern. Notieren Sie solche Fälle und klären Sie mit Ihrem Entwickler, welche Adresse die maßgebliche ist. Die technische Seite davon, also Canonicals und Weiterleitungen, behandelt unsere Prüfliste für den technischen SEO-Audit.
7. Strukturierte Daten
Strukturierte Daten helfen Google, Inhalte wie Produkte, Veranstaltungen oder Unternehmensangaben einzuordnen. Prüfen Sie, ob die Angaben im Markup mit dem sichtbaren Inhalt übereinstimmen, zum Beispiel Preise und Öffnungszeiten. Rechnen Sie nicht mit FAQ-Sternchen: Google zeigt das FAQ-Rich-Result seit Mai 2026 nicht mehr an, FAQ-Markup bringt also keine erweiterte Darstellung mehr in der Google Suche.
Das Ergebnis: eine Liste mit Prioritäten, kein Punktwert
Viele Tools vergeben einen Onpage-Score. Er ist eine Zusammenfassung der Regeln, die das Tool prüft, nicht Googles Bewertung Ihrer Seite. Eine brauchbare Onpage-Analyse endet mit einer Tabelle: Seite, Befund, empfohlene Änderung, Aufwand, Priorität. Lassen Sie sie von einem Dienstleister erstellen, verlangen Sie genau diese Form; welche Fragen Sie vor der Beauftragung stellen sollten, steht in unserem Beitrag zur SEO-Beratung.
Zur Wirkung schreibt Google im Startleitfaden, dass manche Änderungen in wenigen Stunden wirksam werden und andere mehrere Monate brauchen, und dass man einige Wochen warten sollte, bevor man urteilt. Notieren Sie das Datum jeder Änderung und vergleichen Sie danach Impressionen und Klicks der betroffenen Seiten in der Search Console.
Onpage-Inhalte und KI-Antworten
Eine klar gegliederte Seite, die im ersten Absatz antwortet, ist auch das, was ChatGPT, Gemini oder die KI-Übersichten von Google zitieren können, wenn jemand "welcher Anbieter für ..." fragt. Ob Ihr Unternehmen in diesen Antworten genannt wird, zeigt eine Onpage-Analyse allerdings nicht.
Das zu prüfen, Frage für Frage und Assistent für Assistent, ist eine eigene Leistungskategorie neben der Onpage-Optimierung. AI Knows Us gehört dazu: Es prüft, ob ChatGPT, Gemini, Perplexity, Claude und die KI-Übersichten von Google Ihr Unternehmen nennen, und schreibt danach die fehlenden Seiten und sucht die fehlenden Quellen. Der Einstiegstest ist kostenlos und ohne Kreditkarte; unsere Website ist auf Englisch.
Fragen zur Onpage-SEO-Analyse
Was ist der Unterschied zwischen Onpage-Analyse und technischem Audit?
Die Onpage-Analyse prüft Inhalt und Auszeichnung einzelner Seiten: Title, Beschreibung, Überschriften, Text, Links, Bilder. Der technische Audit prüft, ob Google die Website crawlen, rendern und indexieren kann.
Wie oft sollte man eine Onpage-Analyse machen?
Für die wichtigsten Seiten nach jeder größeren Änderung und vor einem Relaunch, dazu regelmäßig für Seiten, deren Klicks in der Search Console sinken.
Ist ein hoher Onpage-Score ein gutes Zeichen?
Er zeigt, dass die Regeln des Tools erfüllt sind. Entscheidend ist, ob die Seite die Suchanfrage besser beantwortet als die Alternativen. Prüfen Sie dafür Impressionen und Klicks.
Bringt FAQ-Markup noch Vorteile in Google?
Keine erweiterte Darstellung mehr: Google zeigt FAQ-Rich-Results seit Mai 2026 nicht mehr an. Gut formulierte Fragen und Antworten im sichtbaren Text helfen Lesern trotzdem.